Training

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05.01.2023

Fitness nicht nur für den Körper

Fitness nicht nur für den Körper

Kognitives Training für alle

Kampfsport verlangt eine hohe körperliche, aber auch geistige Fitness. Das Studio-Angebot „Kognitives Training“ kann allerdings über Kampfsportler hinaus noch ganz andere Zielgruppen ansprechen. Ein Best Practice aus Starnberg in Bayern.

Die Bodywerkstatt von Martin Gubo gibt es seit Juli 2015. Zusammen mit fünf Mitarbeitern betreut er Kunden in vier Trainingsräumen auf insgesamt 600 Quadratmetern. Aufgrund seiner persönlichen Nähe zum Kampfsport – der heute 56-Jährige war vor 35 Jahren Vizeweltmeister im Kickboxen – liegt es nahe, dass er seine Erfahrung und sein Wissen auch als Inhaber der Bodywerkstatt weiter vermittelt.

Doch der Kampfsport allein steht nicht im Fokus des Premium-Fitness-Studios Starnberg und richtet sich an „alle, die Erholung, Entspannung, Geselligkeit, Gesundheit, Workout und Fitness in stilvollem Ambiente erleben wollen.“ Das bekundet Martin Gubo auf seiner Webseite. So wundert es nicht, dass neben Kampf-, Kraft- und Ausdauersport Coaching und Personaltraining und vor allem mentales und kognitives Training im Angebot stehen.

Smartes Training für jedermann

Als ideales Sportgerät mit vielseitigem Trainingskonzept hat er sich eine Trainingswand ausgesucht, die er seit fast vier Jahren in sein Programm mit aufgenommen hat. Martin Gubo lernte die Trainingswand auf der FIBO 2019 auf dem Stand der Weightcheckers GmbH kennen. Die Weightcheckers GmbH mit Sitz in München hat den alleinigen Vertrieb von SMARTfit in Europa. Trainieren können daran alle Altersgruppen von Jung bis Alt, sämtliche Fitnessklassen von ungeübt bis durchtrainiert. „Kinder und Jugendliche haben einen großen Spaß an SMARTfit, gleichzeitig trainieren sie ihre Aufmerksamkeit und Konzentration. Deshalb eignet es sich vor allem für Schüler mit Lernschwächen“, so der Inhaber.

Für Erwachsene setzen Trainer in seinem Studio das Trainingssystem aber auch gezielt ein, um Ausdauer, Muskeln, motorische Fähigkeiten, Geschicklichkeit und Gleichgewicht zu trainieren. „In jedem Fall, bei jedem Kunden wird der Bewegungsapparat trainiert sowie die kognitiven Fähigkeiten“, fasst Martin Gubo das zusammen. Smart ist diese Art zu trainieren auf jeden Fall, denn der Spaßfaktor spielt eine wesentliche Rolle. Die kognitiven Aufgabenstellungen lenken vom reinen körperlichen Workout ab. Das Training beansprucht Körper und Sinne gleichermaßen.

Mit Gamification zu mens sana in corpore sano

Mit den sogenannten Dual-Tasking-Aktivitäten trainiert das Studio-Mitglied in der Bodywerkstatt gleichzeitig Körper und Geist. Geistige Aufgaben müssen während einer physischen Aktivität gelöst werden. Spielerisch und interaktiv werden Gehirnaktivitäten wachgerufen, die zusätzlich parallel zur körperlichen Bewegung ablaufen. Das optimiert nicht nur die Koordination von Hand und Augen, sondern verkürzt im Laufe der Zeit auch die geistige und körperliche Reaktionszeit, was wiederum die unmittelbare Entscheidungsfähigkeit steigert.

Der zeitliche Druck, die Übungen in einem gewissen Zeitfenster zu absolvieren, ruft einen motivierenden Challenge-Charakter hervor. Man kann sich mit sich selbst oder mit anderen messen. Die Ergebnisse sind messbar und geben direktes Feedback. Gleichzeitig verbessern die Trainierenden unter dem Zeitaspekt die visuelle und auditive Reizverarbeitung, was ihre Sensomotorik, aber auch Umsetzungsstrategie sowie Methodik positiv beeinflusst. Insgesamt wirkt das alles auf die kognitiven Fähigkeiten und eine erhöhte Gedächtnisleistung und Aufmerksamkeitsspanne sind nachweisbar.

Kognitives Training auch in der Therapie

Die hinterlegten, klinisch erprobten Programme der multisensorischen Trainingswand variieren von niedriger bis hoher Intensität. Entsprechend können verschiedene Niveaus angesteuert werden, angefangen vom Gedächtnistraining bis hin zur Lernfähigkeit, von der Gleichgewichtsübung über die Verbesserung der motorischen Fähigkeiten und das Ausdauertraining bis hin zum Schnelligkeitstraining.

Gezielt werden Unter- oder Oberkörper variantenreich trainiert. Genau darauf basiert der therapeutische Ansatz. „Wir setzen die SMARTfit-Wand bei motorischen Problemen, aber auch bei Menschen mit Handicap ein“, erklärt Martin Gubo. Somit habe er für die Bodywerkstatt gleichzeitig das Kundenspektrum erweitern können, was derzeit durchaus unternehmerisch gesehen wichtig ist.

Der Erfolg kommt jedoch nicht von allein

Das Konzept, das neuartige Trainingssystem vor knapp vier Jahren in die Bodywerkstatt als Angebot zu implementieren, rechnet sich. Martin Gubo meint, die Auslastung der Trainingswand sei auch deshalb sehr gut, da jedes Mitglied des Studios an der Wand eingewiesen werde. „Jedes Mitglied soll begeistert werden“, lautet die Maxime von Gubo. Das setzt in seinen Augen jedoch auch voraus, dass sich alle im Team selbst mit dem neuen Gerät auseinandersetzen und sich damit beschäftigen. „Mit dem Kauf allein ist es nicht getan“, so der Unternehmer. Der Erfolg gibt ihm recht.

Reinhild Karasek


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