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23.09.2024

Neuausrichtung der Gesundheitspolitik

Neuausrichtung der Gesundheitspolitik

Gesundheitsberufe fordern Gesundheitsgipfel im Bundeskanzleramt

Vertreterinnen und Vertreter von mehr als vier Millionen Beschäftigten aus dem Gesundheitswesen fordern eine Neuausrichtung der Gesundheitspolitik.

Das Durchschnittsalter und der Behandlungsbedarf der Bürgerinnen und Bürger steigen. Gleichzeitig werden in den kommenden Jahren viele im Gesundheitswesen Beschäftigte altersbedingt aus dem Berufsleben ausscheiden. Mit Blick auf diese drohende doppelte demografische Krise fordern 40 im Bündnis Gesundheit zusammengeschlossene Organisationen die Bundesregierung auf, einen Gesundheitsgipfel im Bundeskanzleramt einzuberufen. Das Bündnis plädiert dafür, dabei alle Politikbereiche mit einzubeziehen, die die gesundheitlichen Belange der Bürgerinnen und Bürger betreffen.

Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer: „Wenn sich die Spitzenorganisationen aus dem Gesundheitswesen in einem so großen Bündnis zusammenschließen, sollte die Politik das ernst nehmen und sich den gesundheitspolitischen Herausforderungen stellen. Neben einer auskömmlichen, zukunftsfähigen Finanzierung brauchen wir dringend grundlegende Strukturreformen. Unter anderem müssen Steuerungselemente eingeführt werden, die das Personal entlasten. Dazu gehören zwingend mehr Gesundheitsförderung und Prävention, eine gezielte Koordination der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen, eine effiziente Nutzung von Ressourcen und die noch engere Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe.“

Ute Repschläger, Vorsitzende des Bundesverbands selbstständiger Physiotherapeuten: „Unser Gesundheitswesen braucht versorgungsorientierte, praxistaugliche und nachhaltige Strukturen. Zur Bewältigung der demografischen Herausforderungen sind neue Antworten zum Umgang mit dem Fachkräftemangel nötig. Natürlich brauchen wir in allen Berufen höhere Ausbildungskapazitäten. Vor allem aber müssen die in der Versorgung tätigen Kolleginnen und Kollegen vor Überlastung geschützt werden. Arbeitsbedingungen dürfen nicht weiter dazu führen, dass Fachkräfte sich beruflich umorientieren und das Gesundheitswesen bewusst verlassen. Daneben sollte die Integration ausländischer Fachkräfte und die strukturierte Einbeziehung pflegender Zugehöriger mitgedacht werden. Chronisch kranke Patientinnen und Patienten brauchen stärkere Unterstützung darin, ihre medizinisch-pflegerischen Lebenssituationen zu bewältigen. Die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung muss gestärkt werden.“

Als Grundlage für den Krisengipfel im Kanzleramt haben die im Bündnis Gesundheit zusammengeschlossenen Organisationen gemeinsam ein Thesenpapier erarbeitet, das an das Bundeskanzleramt übermittelt wird. Es führt Maßnahmen zu den drei wesentlichen Handlungsfeldern Fachkräftemangel, Strukturreformen und Finanzierung der Versorgung aus. Nach Überzeugung der Bündnispartner kann nur so eine zukunftsfeste, patientengerechte Gesundheitsversorgung gewährleistet werden.

Das Bündnis besteht aus:

  • Bundesärztekammer (BÄK)
  • Deutscher Pflegerat e. V. (DPR)
  • Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten – IFK e. V.
  • Verband medizinischer Fachberufe e. V. (vmf)
  • ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V.
  • ADEXA – Die Apothekengewerkschaft
  • AWMF e. V. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlich Medizinischen Fachgesellschaften
  • Berufsverband Deutscher Internistinnen und Internisten e. V. (BDI)
  • Berufsverband Orthoptik Deutschland e. V. (BOD)
  • Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)
  • Bundesverband für Ergotherapeut:innen in Deutschland BED e. V.
  • Bundesverband PTA e. V. (BVpta)
  • Bundeszahnärztekammer Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Zahnärztekammern e. V. (BZÄK)
  • bvvp e. V. Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten
  • dbl – Deutscher Bundesverband Logopädie e. V.
  • Der Verband für Physiotherapie – Vereinigung für die physiotherapeutischen Berufe (VPT) e. V.
  • Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT)
  • Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen e. V. (DVSG)
  • Deutscher Ärztinnenbund e. V.
  • Deutscher Berufsverband für Altenpflege e. V. (DBVA)
  • Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Bundesverband e. V.
  • Deutscher Bundesverband der Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen Lehrervereinigung Schlaffhorst-Andersen e. V. (dba)
  • Deutscher Bundesverband für akademische Sprachtherapie und Logopädie (dbs)
  • Deutscher Verband Ergotherapie e. V. (DVE)
  • Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK) e. V.
  • Deutscher Verband für Podologie (ZFD) e. V.
  • DVTA – Dachverband für Technologen/-innen und Analytiker/-innen in der Medizin Deutschland e. V.
  • Hartmannbund - Verband der Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e. V.
  • Hausärztinnen- und Hausärzteverband e. V.
  • Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)
  • Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV)
  • LOGO Deutschland Selbstständige in der Logopädie e. V.
  • Marburger Bund Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e. V.
  • MEDI GENO Deutschland e. V.
  • Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands e. V. (SpiFa)
  • VDB Physiotherapieverband
  • Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e. V. (VDBD)
  • Verband der Diätassistenten - Deutscher Bundesverband e. V. (VDD)
  • Verband leitender Krankenhausärztinnen und -ärzte e. V. (VLK)
  • Virchowbund - Verband der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e. V.
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